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Cellesche Zeitung 26.6.2012

 

Pressemitteilung zum Weltkindertag am 20. September 2010

Dieter Gefeke, Präsident der gemeinnützigen Internationalen Hilfs- und Bildungsorganisation 1% für Kinder e. V. mit Sitz in Celle.

Offiziell feiert Deutschland den Weltkindertag am 20. September.

Das diesjährige Motto heißt „Respekt für Kinder“. 

Respekt, ein Begriff aus dem Lateinischen, bezeichnet Rücksicht und Berücksichtigung. Es ist eine Form der Wertschätzung und Aufmerksamkeit gegenüber einer anderen Person. Nicht nur am Weltkindertag geht es um Kinder. Respekt gegenüber Kindern ist jeden Tag dringend angesagt. In Deutschland geht es darum, die internationalen Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern und gleiche Bildungschancen für alle Kinder zu schaffen.

In großen Teilen der Welt geht es zuerst darum, Kindern erst einmal etwas zu essen und zu trinken zu geben und für eine medizinische Grundversorgung zu sorgen. Leider sterben noch immer jeden Tag ca. 30.000 Kinder unter 5 Jahren.

Zweitens geht es darum, den Kindern Bildung zu ermöglichen, weil Kinder Bildung brauchen, damit sie genug zu essen haben. Es bleibt leider dabei: Gut eine Milliarde Menschen weltweit können nicht lesen und nicht schreiben.

In den Entwicklungsländern gehen über 110 Millionen Kinder nicht einmal in eine Grundschule. Entweder gibt es überhaupt keine Schule oder die Klassenzimmer sind so überfüllt, dass nicht alle Kinder einen Sitzplatz haben. Ein/e Lehrer/in unterrichtet 60 bis 90 Schüler.

Viele Schüler/innen gehen jeden Morgen ca. sieben Kilometer zu Fuß zur Schule, haben nichts gegessen, sind müde, mangelernährt, leiden oft unter Darmparasiten, kommen in der Schule verschwitzt und hungrig an und können sich nicht konzentrieren. Die Aufnahmefähigkeit der Kinder ist minimal.

Lehrer sind unzureichend, meist überhaupt nicht ausgebildet, haben oft selbst nur die fünfte Klasse der Grundschule besucht und sind überhaupt nicht motiviert. In Angola z. B. verdienen Lehrer/innen ca. 7 Euro im Monat.

Es gibt selten Tafeln, Kreide und nie genügend Hefte und Bleistifte. Von den Kindern, die eine Möglichkeit haben, zur Grundschule zu gehen, brechen ca. 150 Millionen die Schule vor der fünften Klasse wieder ab, weil sie dann in einem Alter sind, in dem sie sich selbst oder sogar die Familie versorgen müssen.

Wir müssen Rücksicht auf die Kinder nehmen und vor allem sie täglich in unserem Leben berücksichtigen. Es ist sehr lobenswert, wenn einige Superreiche in der Welt 50 oder mehr Prozent ihres Vermögens für Kinder zur Verfügung stellen. Doch es reicht leider nicht. Nach dem aktuellen „World Wealth Report“ leben etwa 1,4 Milliarden Menschen (über 20 % der Weltbevölkerung) von weniger als 1,25 US-Dollar (oder 1 Euro) am Tag. Über 50 % der Weltbevölkerung leben von weniger als 2 US-Dollar am Tag)

Jeder Bürger und jede Bürgerin in den wohlhabenden Ländern, also auch wir in Deutschland, kann jeden Tag 1% von dem, was wir haben, für diese benachteiligten Kinder in der Welt abgeben. Keiner wird dabei arm, weil wir ja immer noch von allem, was wir haben, 99 % für uns behalten. Wir bekommen dabei aber sicher ein gutes Gefühl im Herzen und sind irgendwie glücklicher.

Es gibt viele seriöse Organisationen, denen wir regelmäßig monatlich 1% für Kinder von unserem Einkommen überweisen können. Wir müssen es nur tun, z. B. als Mitglied bei 1% für Kinder e. V. www. einprozent.net. Für Spenden auf das Konto GLS Bank, BLZ 430 609 67 Konto 200 3672 100 bekommen Sie eine Spendenbescheinigung, die Sie dann von der Steuer absetzen können.

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H. Köhler in Afrika

Bundespräsident Prof. Horst Köhler:

"Über das Grauen der Flutkatastrophe dürfen wir nicht die Not und die Armut in Afrika aus den Augen verlieren. Die Bekämpfung bitterer Armut dort kommt zu langsam voran. Das ist mit bewusst geworden, als ich im Dezember 2004 Afrika besucht habe."

Wüstenkinder

Kinder brauchen Bildung, damit sie genug zu essen haben.

pre1
Celle, Juli 2007

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